Grinberg Methode?

Gestern war ich mit meinen Mitbewohnerinnen auf einem Vortrag über "Beziehung und Freiheit", der von einer Grinberg-Praktikerin vorgetragen wurde. Was genau das ist, steht sicher irgendwo im Internet... es geht hauptsächlich darum, dass die PatientInnen mit eigenen destruktiven Routinen konfrontiert werden und dadurch auch ihre Aufmerksamkeit für Geist und Körper schulen.

Eine Patientin war freiwillig Versuchskaninchen, um uns NichtpatientInnen vorzustellen. Sie sollte sich eine Situation überlegen, wo sie eine offene Rechnung mit einer Person hatte. Es ging dabei um eine Arbeitskollegin, die so nebenher eine blöde Antwort gegeben hat. Als sie sich körperlich in diese Situation hineinversetzt hat, begann sie ihren Kopf schräg zu neigen, ihre Bauchmuskulatur voll anzuspannen und schwach zu atmen. Das wurde immer intensiver, je mehr Zusammenhänge sie dabei erkannt hat. Dass sie sich allgemein nicht wertgeschätzt fühlt usw. Wir im Publikum waren voll schockiert, wie emotional sie war , waren bald selber nahe den Tränen, bis sie die Situation abgeschüttelt hat. 

Erstens, was haltet ihr davon, so etwas öffentlich zu machen und damit andere zu konfrontieren?

Zweitens, was haltet ihr so von der Grinberg Methode (im Internet steht mehr x) )?

Drittens, sollten wir nicht alle zum meditieren beginnen oder tun wir das eh schon tagtäglich?

 

 

10.12.11 02:14

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Vronip (11.12.11 19:54)
Da die Patientin das ja freiwillig gemacht hat, ist das von dieser Sicht her in Ordnung. Und sicher auch anschaulicher, als nur Theorie vorgetragen zu bekommen. Wahrscheinlich auch eindrucksvoller.

Insgesamt bin ich solchen Therapien skeptisch gegenüber (nicht, dass ich sie ablehnen würde, sondern ... sagen wir mal, vorsichtig). Der Mensch, der die Grinberg Methode entwickelt hat, scheint schon einiges an Erfahrung gesammelt zu haben und hat auch sicher nicht einfach aus dem Blauen heraus irgendetwas geschrieben. Wenn der Praktiker/die Praktikerin wirklich fähig ist und auch physische Krankheiten als solche erkennt und nicht nur psychischen Ursachen zuordnet, klingt es auch nicht so schlecht. Und es ist auf jeden Fall besser, als entweder gar nichts gegen irgendwelche Beschwerden zu unterhnehem oder nur Tabletten oder sonstiges zu schlucken. Obwohl ich den ein oder anderen Zusammenhang (zwischen Beschwerde und mögliche Ursache, die als Beispiel auf der einen Seite angegeben waren) nicht so ganz nachvollziehen kann ... aber ich bin ja auch darin nicht geschult, von dem her ...^^

An sich ist ja Meditation sowas wie Konzentrationsübungen um den Geist zu beruhigen, selbst zur Ruhe zur kommen, nachzudenken, und/oder das Bewusstsein zu erweitern. Klingt ja eigentlich nur vorteilhaft? Aber ich schätze, dass viele Menschen nie meditieren oder nur selten. Sei es, weil sie gestresst durch den Tag hetzen und müde ins Bett fallen, dringendere Probleme habenm, einfach nicht daran denken, oder aus sonstigen Gründen. Um die Frage zu beantworten, es sollte natürlich jedem selbst überlassen werden, ob er meditieren will oder nicht, aber ich tendiere dazu zu sagen, ja, jeder sollte sich einmal für ein paar MOmente am Tag die Zeit nehmen und die Zeit auch nehmen KÖNNEN, zu meditieren (oder etwas in der Art, wie auch immer man es nennen möchte).


GR (12.12.11 00:21)
Toller Kommentar <3 !! =)
Ja, gerade das mit der Meditation! Ich glaube, viele machen sich viel zu abhängig von den Meinungen der Ärztinnen und Ärzte,.. beides sollte doch irgendwie im Einklang sein, einerseits des Bewusstsein über sich selbst (was frau/mann sicherlich gerade durch Meditation schärfen kann) und andererseits die Perspektive geschulter Personen... die beiden Extreme für sich allein sind sicherlich zu wenig..
Und ich finde auch! Therapien, das sind fast schon wie Religion mit Heilsversprechen! Es gibt wirklich einige hilfreiche gute Therapien, aber was daneben noch so alles zum Angebot steht...

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